News

Whisky und seine Herkunft

Mit seiner Entscheidung vom 20. Januar 2022 hat das Hanseatische Oberlandes-gericht in Hamburg für Klarheit bei Whiskytrinkern und -liebhabern gesorgt. Das Gericht hat nach jahrelanger juristischer Auseinandersetzung festgestellt, dass ein Whisky den Namensbestandteil „Glen“ nur im Namen tragen darf, wenn er aus Schottland stammt.

Eine schwäbische Brennerei hatte argumentiert, dass der Begriff „Glen“ lediglich eine Bezeichnung für ein Tal darstelle und damit auch für das im Schwabenland gebrannte „Wasser des Lebens“ genutzt werden könne. Diesem Ansinnen hat das Oberlandesgericht einen Riegel vorgeschoben. Das aus dem gälischen abgeleitete Wort werde vom Verbraucher mit einer schottischen Herkunft verbunden und ist damit besonders geschützt. Die Benutzung für ein in Deutschland gebranntes Pro-dukt sei irreführend.

Über die Herkunft eines Whiskys mit dem Namensbestandteil „Glen“ muss man sich also keine Gedanken mehr machen. Ob dieser Whiskey aber geschmackliche überzeugen kann, ist damit natürlich noch nicht geklärt und bedarf der persönlichen Verkostung.

Hauke Wöbken

Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Erbrecht
Fachanwalt für Familienrecht

zurück