News

Überbrückungsgeld III

Jetzt ist es endlich soweit: Seit dem 10.02.2021 besteht die Möglichkeit das Überbrückungsgeld III zu beantragen. Deshalb haben wir eine Zusammenfassung der wesentlichen Grundlagen zusammengestellt.

Förderzeitraum

Der Förderzeitraum umfasst den Zeitraum von 30.11.2020 bis zum 30.06.2021.

Wer wird unterstützt:

Wie in den vorherigen Hilfeleistungen werden Gewerbebetriebe und Freiberufler damit unterstützt. Es werden ausschließlich Betriebe unterstützt, die hauptbetrieblich betrieben werden. Handelt es sich um eine Personengesellschaft muss mindestens ein Gesellschafter hauptberuflich dort tätig sein.

Die Überbrückungsgelder können nur über Steuerberater, Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.

Das Überbrückungsgeld soll vermutlich durch Abschlagszahlungen ausgezahlt werden.

Voraussetzungen

Die Unterstützung wird geleistet, wenn der Umsatzrückgang mindestens 30 % beträgt. Dabei ist jeder Monat separat zu betrachten. Der Vergleich wird immer mit selben Monat des Vorjahres gezogen.

Die Zuschusshöhe richtet sich nach dem Umsatzrückgang:

Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent = 40 % der Fixkosten
Umsatzrückgang von 50 bis 70 Prozent = 60 % der Fixkosten
Umsatzrückgang von über 70 Prozent = 90 % der Fixkosten

Berechnungsgrundlage

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare betriebliche, die auch branchenspezifischen Besonderheiten Rechnung trägt. Kosten gelten dann als nicht einseitig veränderbar, wenn das zugrundeliegende Vertragsverhältnis nicht innerhalb des Förderzeitraums gekündigt oder im Leistungsumfang reduziert werden kann, ohne das Aufrechterhalten der betrieblichen Tätigkeit zu gefährden. Hierzu gehören z.B. Mieten, Mietnebenkosten, Mieten von Fahrzeugen oder Maschinen, Zinsaufwendungen von betrieblichen Krediten. Aufgezählt vom Bundeswirtschaftsministerium werden aber auch Instandhaltungen, Wartungen, aber auch Ausgaben für die Renovierung und Umbauarbeiten für Hygiene bedingte Maßnahmen.

Beim Überbrückungsgeld III kommen folgende Unterstützungen hinzu:

Wertverluste unverkäuflicher und saisonaler Ware (Feuerwerkskörper, Weihnachtsartikel, Winterware) und von verderblicher Ware. Diese Kosten werden zu 100 % als Fixkosten berücksichtigt. Dafür ist eine Dokumentation anzufertigen.

Investitionen für bauliche Modernisierungen und Umsetzung von Hygienekonzepten. Es werden bis zu 20.000 € pro Monat erstattet, die bis zum 30. Juni 2021 anfallen.

Investitionen in Digitalisierung und Modernisierungsmaßnahmen, z.B. durch den Aufbau eines Online-Shops. Diese Investitionen werden auf den Förderzeitraum insgesamt mit max. 20.000 € gefördert.

Voraussichtlich können die Anträge einmalig für den gesamten Zeitraum gestellt werden. Einen Zuschuss für Monate, die zu positiv prognostiziert wurden, kann nicht nachträglich korrigiert gestellt werden. Nach Ablauf des Junis 2021 ist jedoch auf jeden Fall eine nachträgliche Abrechnung einzureichen und eine eventuell zu viel erhaltene Unterstützung ist zurückzuzahlen.

Die Anträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.
Darauf hinweisen möchten wir noch, dass es wohl nach wie vor strittige Fragen in der Handhabung des Überbrückungsgeldes III gibt, so dass es noch zu Anpassungen kommen kann. Für diejenigen, die jedoch Umsatzeinbußen in der beschriebenen Höhe hatten oder vermutlich noch haben werden, ist jetzt zumindest eine Berechnungsgröße vorhanden und es kann die ein oder andere Investition besser bewältigt werden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnten und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Kerstin Ostermann

Steuerberaterin

zurück